Nach der Informationsveranstaltung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Laer-Holthausen zum Thema Windenergie in Laer, trafen sich die Fraktions- und Vorstandsmitglieder der FDP Laer um dieses Thema zu erörtern.
Nach Recherchen der FDP Laer-Holthausen haben die Bürger von Laer bis Ende 2010 insgesamt über 50.000 MWh/a Energie aus Photovoltaik, Wind und Biogas erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. Bei einem gleichzeitigen Verbrauch von ca. 21.000 MWh im Jahr bedeutet dieses, dass die Gemeinde Laer nicht nur energieautark ist, sondern insgesamt das 2,5-fache des erforderlichen Strombedarfes bereits vollständig aus regenerativen Energien erzeugt. Die Liberalen weisen auch daraufhin, dass die Zahlen aus 2010 resultieren, somit ist davon auszugehen, dass die Stromproduktion in Laer weiter gestiegen ist, denn es hat in den letzten Jahren einen erheblichen Ausbau an weiteren Photovoltaikanlagen sowie die Errichtung einer Biogasanlage gegeben.
Die FDP Laer spricht sich dagegen aus, weitere Windkraftanlagen in Laer zu installieren. „Wir wollen den Tourismus stärken und fördern, wir möchten unsere Naherholungsgebiete schützen, das passt einfach nicht mit dem weiteren Ausbau der Windkraftanlagen zusammen“, so FDP-Bauausschussmitglied Bernd Lülff.
Die Liberalen befürchten ein „Einkesseln“ des Gemeindegebietes durch Windkraftanlagen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass am südlichen und östlichen Randgebiet der Gemeinde die Planungen für zwei weitere Windparks deutlich konkreter fortgeschritten sind. „Von Seiten der Politik, wäre es fair gegenüber den Flächeneigentümern frühzeitig mitzuteilen, dass keine weiteren Windanlagen auf Laerer Gebiet gewollt sind, damit kein Risikokapital für zu erstellende Gutachten eingeworben werden muss“, gibt Ratsmitglied Stefan Holtmann zu bedenken. Weiterhin befürchten die Liberalen im Umfeld dieser sehr großen Windanlagen ein Wertverlust der angrenzenden Immobilien, denn aufgrund von unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten ist die Schallbelästigung nicht vollständig auszuschließen. „Ganz klar, wir müssen den Ausbau regenerativer Energien fördern, aber alles in einem verträglichen Maße. Es kann nicht sein, dass sämtliche naturbelassene schöne Ecken in Laer, der Stromproduktion weichen müssen“, resümiert die Fraktionsvorsitzende Marion Rikels.
Düsseldorf, 15. Mai 2012
Neuer Fraktionschef Lindner fordert Korrekturen am Haushalt
Christian Lindner
Zwei Tage nach der Landtagswahl ist am Dienstag erstmals die neue FDP-Landtagsfraktion zusammengekommen. Zum Fraktionsvorsitzenden wählten die 22 Abgeordneten einstimmig FDP-Landeschef Christian Lindner. Lindner warnte die Regierung davor, das Ergebnis der Landtagswahl als mehrheitliche Zustimmung zur Schuldenpolitik zu deuten.
Nach den Wahlen in Griechenland ist es keiner Partei gelungen, eine regierungsfähige Koalition auf zu stellen. Die Griechen werden deswegen am 17. Juni erneut an die Urnen gerufen. Die Hellenen müssten sich bewusst sein, dass die Zukunft ihres Landes zur Abstimmung stehe, hob Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hervor. Der Europaparlamentarier Alexander Alvaro (FDP) zeigte sich angesichts erstarkender links- und rechtsextremer Strömungen in Griechenland besorgt.
Leserbrief zum Artikel in den Westfälischen Nachrichten vom 03.02.2012:
Bewohner des Welzens fordern Lampen für die Fußwege /
Unterschriftenliste liegt der Verwaltung vor
„Das Geld ist nicht vorhanden“, liest man im o.g. Artikel als Stellungnahme der Verwaltung. Ja, das ist richtig. Allerdings darf die Frage erlaubt sein, warum ist dann das Geld für eine immens teure Heizungsanlage für das Rathaus vorhanden?
Wenn wir Ende letzten Jahres die Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht aufgestellt hätten, so hätten wir bereits eine Holzpelletsanlage im Rathaus, wohl gemerkt trotz hochverschuldetem Gemeindehaushalt.
Es kann und darf doch nicht wahr sein, dass wir auf der einen Seite 30.000 Euro mehr (!) für eine Heizungsanlage ausgeben, wie von vielen Kommunalpolitkern und Verwaltungsmitarbeitern gewünscht, und bei einer Maßnahme, die der Sicherheit der Laerer Bürgerinnen und Bürger und vor allem der Kinder dient, kein Geld vorhanden ist.
Die FDP Fraktion hat sich bekanntlich immer für die kostengünstigere Variante der Heizungsanlage ausgesprochen. Durch die Anschaffung einer neuen Gasheizung würden wir im Verhältnis zu einer Holzpelletsanlage ca. 30.000 Euro sparen. Somit ist unserer Meinung nach das Geld für die Beleuchtung der Fußwege auch vorhanden.
Schon oft wurden wir als Gegner von umweltfreundlichen Techniken bezeichnet und uns wurde der Begriff „Nachhaltigkeit“ vor die Füße geworfen. Aber bitte was ist nachhaltiger als in die Sicherheit unserer Kinder zu investieren?
Aber wie auch im Landtag bez. der Diätenerhöhung, scheinen manchen Politikern immer mehr den Sinn für die Realität verloren gegangen zu sein.
Marion Rikels
Fraktionsvorsitzende der FDP Fraktion Laer-Holthausen
Martin Beckmann
Ortsvorsitzender FDP Laer-Holthausen
FDP Laer spricht sich gegen Anschaffung einer Pelletsheizung aus
Auf der letzten Vorstands- und Fraktionssitzung wurde die Thematik der Anschaffung einer neuen Heizungsanlage für das Rathaus intensiv diskutiert.
„Wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass es Steuergelder sind, die wir hier investieren wollen. Wir müssen das, was wir beschließen, gegenüber den Bürgern auch verantworten können“, gibt Fraktionsvorsitzende Marion Rikels zu bedenken. Die Liberalen halten eine Holzpelletsheizung aufgrund von ökologischen Gesichtspunkten zwar für wünschenswert, jedoch in der jetzigen Haushaltssituation für nicht verantwortbar.
„Es sind zu viele Variablen, die die Wirtschaftlichkeit einer solchen Holz-Heizungsanlage in Frage stellen“, resümiert der FDP-Ortsvorsitzende Martin Beckmann. So sei z. B. keine genaue Kostenberechnung der Pelletsheizung vorgelegt worden. Die Kostenschätzungen für diese Form der Heizungsanlage liegen lt. Verwaltung und EEA-Team bei ca. 69.000 Euro bis 80.000 Euro. Laut Informationen der Liberalen liegt der Kostenrahmen bei einer neuen Gasbrennwerttherme bei ca. 25.000 Euro. „Die Mehrausgaben von ungefähr 50.000 Euro müssten sich in weniger als 15 Jahren amortisieren, damit es wirtschaftlich ist“, stellt Ratsmitglied Stefan Holtmann fest.
Diese Amortisationsdauer kann die FDP Laer jedoch nicht feststellen. Weiterhin stellen die Liberalen in Frage, ob überhaupt eine jährliche Zählermiete für die Gasheizung gezahlt werden muss. „Bei einer solchen Abnahmemenge ist es unüblich, dass der Gasversorger eine Zählermiete verlangt. Der Wegfall der jährlichen Zählermiete ist ein weiterer Aspekt für die nicht nachweisbare Wirtschaftlichkeit der Pelletsanlage.“ so Uwe Veltrup.